28. Juni 2002, Berlin
PHILHARMONIE, Kammermusiksaal
Europäische Premiere des "Spellbound Konzert" in Berlin
Orchester des Musikgymnasiums "Carl Philipp Emanuel Bach"
Spezialschule der HfMusik "H. Eisler" und der UdK
Dirigent: Tilo Schmalenberg
Solist: Carolina Eyck, Thereminvox

Filmmusik im Konzert
Spellbound Concerto
Comp: Miklós Rósza (Alfred Hitchcock-Film 1945)
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Zu zwei ungewöhnlichen Konzerten lädt das Orchester des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach Berlin ein. Als einzigartige Ausbildungsstätte in Berlin wartet dieses Gymnasium mit einem erstaunlichen musikalischen Niveau auf.
Das überrascht weniger, wenn man weiß, dass jeder Schüler dieser Schule durch Lehrer der Berliner Musikhochschulen studienvorbereitenden Unterricht erhält.
Das alljährliche Orchesterkonzert in der Philharmonie stellt einen Höhepunkt dieser Arbeit dar. Auf dem Programm stehen Werke von Komponisten, die teilweise oder auch in der Hauptsache für den Film gearbeitet haben.
Überraschen mag in diesem Zusammenhang der Name Schostakowitsch. Dieser Klassiker der neueren Musik hat sich jedoch zeitlebens immer wieder der Filmmusik zugewandt. In unserem Konzert erklingt anfangs die effektvolle Musik zu „Hamlet“, die als Bühnenmusik als Vorläufer des Genre betrachtet werden kann. DIe Musik zum „Gegenplan“ des selben Komponisten ist dann 1932 für einen Film entstanden.
Ausgesprochene Filmkomponisten sind Ennio Morricone und Nino Rota. Sie haben mit den bedeutendsten Regisseuren gearbeitet und den typischen Filmmusiksound der 70er und 80er Jahre geschaffen. Von ihnen werden Musiken zu den Filmklassikern „Maddalena“, „Es war einmal in Amerika“ und „Der Pate“ zu hören sein. Aus dem Hitchcock-Thriller ,,Spellbound“ stammt die Musik von Miklós Rósza. Er hat ein ungewöhnliches und seltenes Soloinstrument vorgeschrieben - das Thereminvox, das erste elektronische Musikinstrument, welches etwa 1920 erfunden wurde.
In unserem Konzert wird dieses Instrument von Carolina Eyck gespielt, die ebenfalls Schülerin des Musikgymnasiums ist.